Mittwoch, 30. Mai 2012

Endlich / leider bin ich sie los...

Na ihr,
ich weiß,ich hab schon ewig nix mehr hier hinterlassen. Ehrlich gesagt, kam ich dazu auch garnicht oder ich hatte ganz einfach keine Ideen.
Es sind schon 2 Monate her, als der letzte Post entstand. 
Mein Küken ist nun wundervolle 4 Monate alt und meine Püppi geht nun immer wunderbar aufs Töpfchen und hat tagsüber keine Windel mehr um =) Ich bin stolz wie Bolle, aber auf alle beide!
Jaja, hier hat sich einiges getan. Das Kinderzimmer haben wir wieder umgestellt, da Püppi ein neues Juniorbett hat, worin sie auch sehr gerne schläft. Abends hören wir uns in ihrem Bettchen immer eine Seite von einer Hörspielkassette an und dann schläft sie friedlich ein.
Die Küche müssen wir demnächst neu machen und da überlegen wir uns, ob wir nun eine komplett neue Küche holen.
Unser Balkon ist jetzt schön, denn wir haben neue Balkonmöbel geholt. Da fehlt nur noch ein wenig 
"Grünzeug" .
So ist der momentane Stand bei uns.
In diesem Post wollte ich euch eigentlich über was anderes berichten. Über meine Erfahrung mit der ersten Narkose und der ersten großen, "bewusstlosen" Operation.
Ich hatte nach der Geburt von unserem Küken immer wieder so ekelhafte Bauchschmerzen gehabt.
Erst dachte ich es ist stressbedingt. Doch es wurde von Mal zu Mal immer schlimmer, richtig schlimme Koliken, die zu Tränen führten, die einfach nicht auszuhalten waren. Diese Schmerzen kamen größtenteils vom rechten Oberbauch. Gerade nach fettigem oder würzigem Essen. Irgendwann hab´ ich mich doch mal dazu überwunden, zu meinem Arzt zu gehen und ihm davon zu berichten. Er hörte es sich an und sagte sofort: " Die Gallenblase."
Ich dachte nur: Na toll,bitte nicht das auch noch!"
Er gab mir einen Überweisungsschein für seinen netten Kollegen, zu dem ich gehen sollte.
Dieser machte dann den Ultraschall von Galle, Leber und Nieren.
Ich war bei ihm auch schon, als ich meine Schilddrüse schallen lassen musste.
Jedenfalls überprüfte er mich ganz genau und sagte:" Japp, Ihr Doc hat nen Volltreffer gelandet. Es ist nicht nur ein Gallenstein, den Sie da haben, es sind gleich mehrere. Der größte ist 13mm groß, da haben Sie ganz schön was gesammelt. Entzündet sah die Gallenblase auf dem ersten Blick nicht aus, ich kann aber leider nicht IN die Gallenblase gucken. Doch wenn diese schon so drückt und bei jeder Sache schon so empfindlich reagiert, denn kann es sein, dass die Wände der Blase schon gereizt und entzündet sind. Ihr Doc soll entscheiden wie es weitergehen soll."
Nach dieser Aussage nahm ich dann den Befund und ging sofort zu meinem Arzt, er ist ja nun da gleich in der Nähe, es war noch sehr früh und da dachte ich mir:"Wenn du schon mal hier bist, kannste gleich zu ihm gehen."
Ich kam auch sofort ran, die Praxis war leer.
Mein Arzt guckte mich nur traurig an und sagte: "Ach Mann, Scheiße wa? Das ist echt gemein!"
Er stand denn mit mir vor seiner "Medi-Tafel" und zeigte mir genau, wo die Gallenblase sitzt, was sie tut und was da passiert, wenn sich Steine auf dem Weg machen. Er sagte auch, es wäre das allerbeste nicht so lange zu warten und die Gallenblase entfernen zu lassen, da es sonst sehr schlimm werden kann. Mir war echt schlecht, aber ich dachte mir, ja es ist besser so, ich will nicht weiter drunter leiden, ich kann seit Wochen überhaupt nix mehr essen, ohne Schmerzen zu kriegen, nicht mal mehr Gemüse und auch Wasser waren erträglich.
Ich rief also nach dem Wochenende im Krankenhaus an und machte einen Termin, zum Gespräch, zur Vorstellung und zur Aufnahme aus.
Ja, wie entstehen eigentlich Gallensteine?
Ihr müsst es euch so vorstellen, wenn ihr ein Glas Wasser habt und da etwas Salz und Würze reinschüttet und dieses umrührt, löst sich das Salz normalerweise auf und die Würze verschwindet nach und nach. Wenn aber so viel Masse auf einmal kommt, kann es sich nicht mehr auflösen und es verklumpt.
So ist es auch mit der Gallenblase, es kommt sozusagen zum Gallenflüssigkeitsstau, die Blase kommt nicht mehr mit der Verarbeitung hinterher und es bilden sich Steine. Dadurch wird die Blase gereizt und es kann, wenn man zu lange wartet, schlimme Folgen tragen.
Klar, es gibt auch welche die haben Steine und merken es gar nicht, die bereiten überhaupt keine Probleme.
Ich versuche  euch mal die Ursachen, Gefahren und den Operationsvorgang so zu erklären, wie sie es mir im Krankenhaus erklärt haben.Jedoch wird wahrscheinlich nicht alles dabei sein, was sie so erzählten, ich kann mir ja auch nicht alles merken.



                                                           
                                                                                           Bild-Quelle:Google



Die Gallenblase liegt an der Unterseite der Leber. Sie speichert die von der Leber gebildete Gallenflüssigkeit, die durch den Gallengang über eine mit dem Bauchspeicheldrüsengang gemeinsame Mündungsöffnung (Vatersche Papille) in den Zwölffingerdarm fließt. Die Gallenflüssigkeit  ist wichtig für die Fettverdauung, die Gallenblase selbst ist entbehrlich.
In der Gallenblase liegende Steine können die Gallenblasenwand schädigen und zur Entzündung führen.
Ein akuter Durchbruch (Perforation) mit anschließender Bauchfellentzündung (gallige Peritonis) ist möglich.
Häufiger ist die chronisch vernarbende Entzündung (Schrumpfgallenblase), bei der das Risiko für die Entstehung eines Gallenblasenkrebses erhöht sein dürfte. Verklemmen sich Steine im Ausführungsgang der Gallenblase, so kann die Galle nicht mehr abfließen. Gelangen die Steine in den Hauptgallengang, können sie diesen verstopfen und eine Gelbsucht hervorrufen (Verschlussikterus).
Werden Steine an der vaterschen Papille eingeklemmt, kann dies eine unter Umständen lebensbedrohliche Bauchspeicheldrüsenentzündung (biliäre Pankreatitis) (puh,langes Wort xD) hervorrufen.
Die (seltene) akute Gallenblasenentzündung ohne Steinnachweis neigt zum raschen Durchbruch mit nachfolgender lebensgefährlicher galliger Bauchfellentzündung (Peritonitis). Hier muss meist rasch operiert werden.
Polypen der Gallenblase sollten operiert werden, da nicht auszuschließen ist, dass sich dahinter eine Neubildung verbirgt, die bösartig werden kann (Gallenblasenkrebs).
Unter bestimmten Voraussetzungen können Gallensteine mit Stoßwellen oder mechanisch zertrümmert, endoskopisch entfernt und / oder durch Medikamente aufgelöst werden.Es ist auch möglich, die Gallenblase zu eröffnen, die Steine zu entfernen, und die Gallenblase anschließend wieder zu vernähen. Die Entfernung der gesamten Gallenblase ist aber zu empfehlen, um eine erneute Bildung von Gallensteinen zu verhindern.
Die Ärzte raten zur operativen Entfernung der Gallenblase (Cholezystektomie).
Dieses wurde auch bei mir gemacht.


Ich war jedenfalls bei der Besprechung und die Ärzte legten dann den Operationstermin fest.
Dieser war dann eine Woche später, der 21.05.2012.



Aussicht vom Zimmer


Um 7 Uhr früh sollte ich auf der chirurgischen Station sein, davor jedoch musste ich mich unten im Foyer anmelden und die ganzen Verträge für die Krankenkasse unterschreiben.
Einen Abend vor diesem Tag, haben wir die Zwerge bei Oma abgegeben. Denn mein Freund musste trotzdem weiterhin arbeiten und da beide Kinder ja noch zu Hause sind, musste sie ja jemand betreuen und auf sie aufpassen.
Mir fiel es so schwer, es tat mir echt auf der Seele und im Herzen weh. Und ich war so aufgeregt und hatte richtig miese Angst vor dem nächsten Tag. Ab 22 Uhr durfte ich dann nicht mehr essen und 2 Stunden vor der Operation nichts mehr trinken und nicht mehr rauchen. 
Nächsten Morgen, bin ich schon nach dem ersten Weckerklingeln aufgeprungen, was ich sonst nicht kann und mich nochmal rumdrehen muss. Ich war so nervös, mir war so schlecht, mir tat die Gallenblase vor lauter Aufregung so weh. Ich hatte immer das Gefühl, als hätte ich nen Tennisball oder sowas in der rechten Seite, was so drückt. Sehr sehr unangenehm. Nein, schmerzhaft!
Mein Freund und ich machten uns zur selben Zeit fertig, ich packte die restlichen Sachen fürs Krankenhaus zusammen und ging mit meinem Freund gemeinsam aus dem Haus. Er musste zur Arbeit und ich wie gesagt ins Krankenhaus. Wir verabschiedeten uns und ich musste erstmal ne Runde heulen. Ich konnte mit dieser Angst und dieser Aufregung nicht umgehen. Denn es stand meine erste Vollnarkose bevor. Davor hatte ich am meisten Angst.
Ich fuhr dann jedenfalls zur Klinik, meldete mich da an, bekam dann nach ner Weile warten, mit 2 anderen Frauen nen Zimmer und dann warteten wir darauf, dass es endlich losgeht. 






Wartezeit





Die anderen beiden Frauen wurden am gleichen Tag operiert. Erst die ältere, dann kam ich, dann die junge Frau. Vor mir war aber noch jemand anderes dran.
Die Krankenschwester machte dann noch ein paar Untersuchungen wie Blutdruck und Temperatur messen, dann rasierte sie mir die paar Haare am Bauch weg und sie gab mir die erste Thrombosespritze.
Bevor ich mein Zimmer bekam, sollte ich noch bei den Ärzten ins Sprechzimmer.
Die Ärztin nahm mir Blut ab und hatte dann nen dicken Edding in der Hand und fragte: "So, wo tut es jetzt weh und wo soll was weg?" Ich sagte: "Na die Galle halt, wa?" Sie guckte mich ganz entsetzt an und sagte: "Ach Sie sind garnicht Frau U. sondern Frau G.! Oh Sorry, da haben wir was verwechselt. Na wir wissen auch so wo die Gallenblase ist, da brauch ich nichts markieren."
Ich dachte auch nur: Okayyyyy. Wie gut, dass sie nochmal gefragt hat xD nachher schneiden se an mir rum, aber machen nicht das, was eigentlich soll.
Fängt ja gut an, dachte ich mir.
Es dauerte noch eine Weile, bis die Schwester reinkam und mir sagte, ich soll mich dann für die OP bereit machen und umziehen.
Ich fand das Warten so ätzend, ich hatte Hunger, ich war müde, mir war sterbenslangweilig. Ich zog mich dann um, zog den sexy Kittel da an, guckte in den Spiegel und dachte: Sexy...like Paul Kalkbrenner!
Nach dem Umziehen, schnappte ich mir nochmal mein Handy, schrieb meinem Freund und den Mädels, dass es gleich losgeht und legte mich dann ins Bett und wartete noch ein wenig. Dann kamen zwei Schwestern rein, die eine, die mir die Spritze schon gab usw. und eine andere nette. Die eine gab mir dann die "Leck-mich-am-Arsch-Tablette" und fuhr mich zusammen mit ihrer Kollegin runter in die Ebene 2, zu den Operationssälen. Es war übrigens der gleiche Operationssaal, in dem mein Küken zur Welt kam =)
Man wird ja erst in diesen Raum geschoben, wo die ganzen Liegen und Betten rumstehen. Zu diesem Zeitpunkt war da mehr Betrieb, da es ja zur Mittagszeit war. Als unser Küken geholt wurde, war es abends um 6 und alles sehr ruhig.
Ich sollte mich dann aus meinem Bett auf das riesen Teil von "Rollband" quälen, womit mich der eine Anästhesist auf die OP-Liege rollen ließ.Das war schon ein sehr komisches Gefühl, weil man das Gefühl dabei hat, man fällt runter, aber die Liege steht direkt darunter, so dass es nicht passieren kann. Dann sollte ich mein Kittel ausziehen und bekam dann ne gewärmte "Kuscheldecke" so wie der Arzt sagte, rüber gelegt, damit ich nicht vollkommen nackt bin. Als ich mich auf das Rollband legte, haben die Schwestern gesehen, dass ich noch n Schlüppa anhatte und sie sagten: "Auweia, schnell aus damit!" xD 
Jaja, man wird da voll entblößt, weder Schmuck, noch nen Zopfhalter oder n O.B. darf man behalten xDD 
Einen ohrring hatte ich nicht rausbekommen, da wurde mein Ohr einfach mit nem fetten Pflaster überklebt.
Der Anästhesist der mich dann in den Vorraum, des OP-Saals schob, sah schon dass mir Angst und Bange war, er sah mich, von meiner Sicht aus, über Kopf an und lächelte mich aufmunternd an und sagte ich brauche keine Angst zu haben, sie passen auf mich auf. Dabei liefen mir schon die Tränen. Ich fand die Liege so schrecklich, schon beim Kaiserschnitt fand ich die grausam, die is so schmal und man liegt da so grade wien Brett drauf. Nur dass ich mit meinem großen Babybauch von meinem Bett direkt auf die Liege klettern musste, ohne Rollhilfe xD
Im Vorraum des OP-Saals standen schon eine nette Anästhesistin und ein junger gutaussehender Anästhesist. Er lächelte mich an und sagte: "Hi, ich bin Ronny und ich werde Sie jetzt begleiten." Und zwinkerte mich dabei an. Die Anästhesistin musste nochmal kurz raus und Ronny fuhrwerkte um mich herum und stellte hier und dort was ein, währenddessen bin ich schon ins Tränenmeer ausgebrochen, er bekam das dann mit, fing meine Tränen auf und sagte: "Oh nein, Maus, sone Angst? Das brauchste nicht, wir sind ja da." Ich konnte nicht antworten, ich bin fast an den Tränen und an der Schnotter erstickt und hatte immer noch nen Heulkrampf. Die Anästhesistin drückte mir dann ein Papiertuch in die Hand für die Tränen und redete mit mir ganz freundlich und munterte mich auf. Sie war auch sehr nett und einfühlsam.
Dann wollte Ronny mir die Blutdruckmanschette um den linken Arm binden und fragte mich: "Hast du schon ein Kind?" Ich antwortete: "Zwei." Er sah auf den rechten Arm und grinste:" Zwei?Kommt dann der andere Name auf den rechten Arm?" Meine Antwort:" Bestimmt.Hatte ich eigentlich vor." Er lächelte und sagte: "Cool. Ich möchte mir auch noch meinen Namen auf Arabisch an meinem Handgelenk machen lassen." ,und zeigte mir die Stelle auf der linken Seite.Ich lächelte ihn an und sagte: "Ja cool."
Er und seine Kollegin lächelten lieb zurück und er sagte: "Siehste, nun kann es nicht mehr so schlimm sein, du kannst ja wieder lachen."
Seine Kollegin unterhielt sich mit mir, während er den Zugang in der linken Hand legte. 





nach Entfernung der Kanüle





Dann hatte sie Feierabend und ich war mit ihm alleine. Fast ne ganze Stunde mussten wir warten und wir unterhielten uns über Gott und die Welt. Er erklärte mir den ganzen Raum, jedes einzelne Gerät, jedes einzelne Medikament, was er in Spritzen für die OP vorbereitet hat, alle Funktionen, einfach alles. Er zeigte mir auch den Plan, den sie bekommen, was so für OPs anstehen. Er sagte: "Guck mal, wir kriegen hier immer einen Plan, den wir schaffen müssen, aber nie schaffen. Denn da kommt immer was dazwischen. Das kann  man nicht schaffen. Du bist heute die 3." Na Gott sei dank, dachte ich. =)
Er sagte mir, dass er nach meiner OP dann auch Feierabend hat.
Es tat mir sehr gut, ihn bei mir zu haben, er war einfach so kumpelhaft, total lieb und so einfühlsam, er war meine Bezugsperson und ich hatte sofort Vertrauen in ihn und fragte ihn aus, wegen seinem Beruf. Er unterhielt sich auch über ganz private Sachen mit mir und dass er auch Angst hat vor manchen Ärzten, zum Beispiel Zahnärzte. Ich konnte ihm das gar nicht glauben ^^
Aber er sagte " ja selbst wir Ärzte haben Angst vor anderen Ärzten" ^^
Er hatte mich schon so gut abgelenkt und hatte mich schon so weit dass die Angst fast verflog. Ich hatte wirklich Todesangst. Er versprach mir, dass er auf mich aufpasst und mich wieder "ins Leben" zurückholt. Das beruhigte mich sehr.
Dann kam eine Kollegin, ne richtige Hexe. Sie war etwas älter und schon so abgestumpft, dass es schon wehtat. Es ist einfach so, dass der erste Eindruck zählt und die Chemie zwischen zwei Menschen stimmen muss. Das war bei ihm der Fall, aber bei der Hexe überhaupt nicht. Sie hatte alles zerstört, was er bei mir versucht hat aufzubauen, den Mut. Er sah sofort, was ich dachte, er grinste schräg und war erstmal ganz still und verdrehte die Augen.
Sie fragte: "Wieso denn sone Angst? Sie haben doch schon 2 Kinder zur Welt gebracht, da hatten Sie keine Angst oder wie? Das ist doch deutlich schlimmer und haben alles mitbekommen!"
Ich sagte:" DAS ist was anderes!" Ronny grinste mich an  und sie guckte voll abwertend. Sie sah in meine Unterlagen: "Aha.War die erste Geburt auch ein Kaiserschnitt?" -"Nein". - "Wie heißt die kleine?" -"Amy". -"Aha...",guckte dabei richtig giftig und abwertend und ich fragte nur: "Wat denn?" Sie überhörte das und ich kochte innerlich. Das hat Ronny mitbekommen und schüttelte nur den Kopf und sah seine Kollegin nur mißmutig an. Sie sagte dann:" So es geht los"., drückte mir die Sauerstoffmaske rauf, drehte am Rädchen,also die Sauerstoffzufuhr runter, dass ich nicht so gegen den Druck atmen muss. Sie sagte, ich soll mir nen schönen Traum aussuchen, währenddessen spritzte Ronny schon das Narkosemittel, dann nahm er meine Hand ganz fest in seine und ich drückte zu, sah ihn nochmal an und er lächelte und zwinkerte mir zu  als Zeichen:Ich bin bei dir. Ich drückte sanft zu, er erwiderte es, dann merkte ich wie mein Körper schwerer wurde, ich kämpfte gegen die Müdigkeit, die Hexe sagte dann: "Sie haben gar keine Chance!" Ich stöhnte und krächzte vor Erschöpfung sah ihn nochmal ausm Augenwinkel an, er beobachtete mich und wir drückten unsere Hände fest. Dann lächelte ich und war dann weg....



Dann begann die OP.





Operationsinstrumente           Optisches Instrument
Operationsinstrumente




Durch einen etwa 1-2 cm langen Schnitt im Nabelbereich wird über ein Führungsrohr unter Beleuchtung ein optisches Instrument (Laparoskop) mit einer Mini-Kamera in den Bauchraum eingeführt.
Um eine gute Sicht zu ermöglichen, wird Kohlensäuregas über das Führungsrohr- oder bereits zu Beginn des  Eingriffs über eine Spezialnadel- in die Bauchhöhle eingeleitet. Durch zusätzliche kleine Schnitte werden weitere Führungsrohre für spezielle Operationsinstrumente (z.B. feine Zangen und Scheren, elektrische Schlingen) eingebracht.
Unter Sicht auf das Operationsfeld über einen Bildschirm präpariert der Operateur die zur Gallenblase führenden Blutgefäße und den Gallenblasenausführungsgang frei und verschließt sie durch Metall- oder Kunststoffclips. Die Gallenblase samt Inhalt wird entfernt.




Als alles vorbei war, hörte ich es irgendwo klappern und scheppern, doch ich konnte nix sagen, ich war eigentlich noch weg.
Ich wurde dann wach, als mich ein Arzt in den Aufwachraum schob. Ich erschrak richtig und schoss hoch, denn eben hatte ich doch noch die Hand von Ronny! Und jetzt ist er nicht mehr da und ich bin völlig woanders!
Der Arzt drückte mich zurück ins Kissen und ich sagte mit schwerer Zunge dass ich sehr dolle Bauchschmerzen habe. Die Schwester die mit im Aufwachraum war, gab mir Schmerzmittel, dann schlief ich mal wieder ein wenig, bis mich dann eine Schwester von der Station wieder holte. Sie sagte dass mein Freund schon da war. Er musste aber wieder los, weil er noch zu den Kindern wollte und was erledigen musste. Ich war echt enttäuscht. Ich wollte auch nix anderes tun als schlafen. Am selben Abend kamen mein Papa und meine Stiefmama noch vorbei.
Die Gallensteine habe ich behalten, zumindest die, die noch "überlebt" haben. Sechs Stück sind es insgesamt.








Insgesamt 4 Tage war ich im Krankenhaus, also von Montag den 21.05. bis Donnerstag.
Die Betreuung und Pflege war sehr gut, die Schwestern alle nett und locker drauf. Mit den beiden Frauen in meinem Zimmer, habe ich mich auch sehr gut verstanden, wir haben viel gequatscht, viel gelacht und haben quasi zusammen gelitten. Wir saßen ja im gleichen Boot, nur dass jeder ne andere Operation hatte.
Mich quälte tagelang die Luft im Bauch, sie wollte einfach nicht raus und es tat echt weh. Ohne Schmerzmittel ging es die ersten 2 Tage garnicht.
Auf Klo konnte ich auch nicht und ich sah aus wie schwanger, denn ich war richtig aufgebläht.
Und die alte Oberärztin wollte mir erzählen, dass da keine Luft mehr drin sein kann, da sie es in der OP wieder abgezogen haben. Mmmmh, is klar...deswegen sah ich auch so aufgebläht aus, es drückt und jeder sagte vor der OP, dass man danach noch aufgebläht ist!
Was für ne Ärztin! -.-
Wenn ich mit der einen, aus meinem Zimmer, rauchen war, guckten mich die anderen ganz komisch an, erst guckten sie auf den Bauch, dann guckten sie mir entsetzt und mit lauter Fragezeichen ins Gesicht.
Ja, ich bin kurz vor der Entbindung und rauche noch, is klar^^
Nee, es sah wirklich schlimm aus, ich hätte auch wahrscheinlich so geguckt, denn man hat ja kein Schild am Hals zu hängen mit der Aufschrift: BIN NICHT SCHWANGER! DAS IST NUR LUFT VON DER OP!
xD

Ich hatte dann 2 Tage hintereinander Abführmittel bekommen und das war auch echt nicht witzig. Aber da hieß es ja auch immer, kein  Klo, kein nach Hause.
Von Tag zu Tag wurde ich wieder langsam ans feste Essen herangeführt.
Am Tag nach der OP gab es erstmal nur Haferschleim.





Was soll ich sagen, mir geht es jetzt besser ohne die Gallenblase, denn ich bin frei von den Qualen. Doch ich muss trotzdem aufpassen, was ich esse, vor allem, dass es nicht zu fettig oder würzig ist.
Manchmal hab ich zwar noch das Gefühl, dass die Gallenblase noch da ist, vor allem als entzündete Gallenblase. Gerade dann wenn ich mich aufrege oder wenn ich was nicht vertrage. Die Narben ziepen auch noch ganz schön, aber das is ja alles noch so frisch und grad mal ne Woche her alles.
Am Tag der Entlassung habe ich Ronny noch einen Brief hinterlassen mit meinem größten Dank, wie er mir beistand und dass er seinen Job weiterhin so gut machen soll und dass ich mich gefreut habe ihn kennenzulernen und dass er wirklich so auf mich aufgepasst hat =)
Ich denke, er wird sich darüber freuen, denn es ist ja auch mal was anderes, ein paar nette Worte, auf Arbeit zu kriegen und das persönlich per Brief, von einem Patientin / einer Patientin.
Die Schwestern jedenfalls, fühlten sich bei uns im Zimmer immer sehr wohl und unterhielten sich gerne mit uns und machten Scherze.
Die beiden Frauen und ich, sagten zu den Schwestern immer, dass man wie misshandelt aussieht, wenn man aus dem Krankenhaus kommt.^^ 

Mein Bauch nach der Operation, noch alles geschwollen 
und unförmlich.


Oberschenkel
nach den Thrombosespritzen



Donnerstagabend holte mich mein Freund dann ab, ich konnte es kaum erwarten ihn und die Kinder wieder in meine Arme zu schließen und wieder in meinem Bett einzuschlafen.
Ich muss mich noch ein wenig dran gewöhnen, dass meine Gallenblase weg ist, ist ja doch ein komisches Gefühl zu wissen, dass sie eigentlich wichtig, aber doch nicht lebensnotwendig war, jetzt weg ist, mit der ich auf die Welt gekommen bin und vor allem dass keine Galle mehr hoch kommt^^
Aber dennoch, geht es mir jetzt wieder richtig gut.




Wer Grammitk-oder Rechtschreibfehler findet, der behalte sie ;)



Kommentare:

  1. Alles gelesen! :D

    Also dieser Ronny schien echt super nett zu sein - sonen netten Typen hatte ich auch vorm waehrend und nachm KS :)
    Hat mir auch gut die Angst genommen :)

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  2. Er war super nett, super gutaussend und sehr charmant.
    nur das hört mein Schatz nicht si gerne :D
    Aber jedenfalls war ich echt froh, ihn dabei zu haben, hat man selten solche Leute.Er war auch noch garnicht so alt ich schötze grad mal 30 oder noch nichmal.

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  3. Genau so ging es mir auch wegen der scheiß Vollnarkose...hab geheult wie´n kleines Baby und noch schlimmer...konnte gar net reden...und alles vor lauter Angst -.-"

    Aber sei froh, dass de den Kram jetzte los bist! <3

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  4. ja das is ja auch komisch alles.Hatte am meisten Angst davor nich mehr aufzuwachen oder so.
    oh ja das bin ich <3

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  5. Du wurdest von mir getaggt: http://princessruki.blogspot.de/2012/06/getaggt.html

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